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Lederfabrik

Hofbankier Franz Anton von Pilgram kam im Jahre 1780 in den Besitz des Anwesens und baute - „am Weg nach Harlaching“ - ein Schlösschen mit einer herrlichen Gartenanlage, dem er den Namen „Pilgramsheim“ gab. Die „Mayer’sche Lederfabrik“, gegründet von Ignaz Mayer, nahm anno 1808 im ehemaligen Schlösschen ihren Anfang, war jedoch bei den eingesessenen Schuhmachern und Sattlern nicht unumstritten. Sie sahen sich um zusätzliche Verdienstmöglichkeiten gebracht, da man in der Fabrik „im Accord“ für die „Königlich Bayerische Armee“ produzierte.

Im Jahr 1824 ging die Lederfabrik in den Besitz der Familie von Eichthal über, wo sie zu einer der modernsten ihrer Art in Deutschland und zur größten auf dem Kontinent wurde. Bereits anno 1836 verfügte der Betrieb über die erste „Lederspaltmaschine“ auf dem europäischen Festland. Im gleichen Jahr wurde in dem ursprünglich als „Sohlen- und Lederfabrik“ gegründeten Unter- nehmen mit der Herstellung von „lackiertem Leder“ begonnen, einer absoluten Neuheit. Seit dem Jahr 1837 war die Fabrik im Besitz des „Hofbankiers“ Simon Freiherr von Eichthal, der sie in mehreren Schritten erweitern ließ. Ab dem Jahr 1854 wurde in der „Untergiesinger Fabrik“ feines lackiertes Leder produziert, das für die Innenausstattung von Kutschen, später auch von Automobilen und für die Schuhindustrie benötigt wurde.

Die Fabrik wurde im Jahr 1930 abgebrochen; auf ihrem Gelände entstand 1930/31eine Wohnsiedlung der Münchner Siedlungsbau - GmbH. An das „übel riechende Kapitel Giesinger Industriegeschichte“ erinnert heute nur noch eine „Gerberstatue“ am Auer Mühlbach.


 

Gerberstatue die als einziges an die frühere Lederfabrik erinnert. Sie finden Sie heute an der Waldeckstr. 24



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Die Untergiesinger Lederfabrik mit den Arbeiterwohnungen vor 1928



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