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Falkenhof

Die auf dem Isarhang entlanglaufende Hochstraße führte auch zur „Hofmark Falkenau“. Der jagdfreudige Wittelsbacher Herzog Wilhelm IV. (geb. 1493, gest. 1550) nutzte die „Falkenau“ als Hegeplatz für seine Stoßfalken. Noch zu Beginn des 17. Jahrhunderts war die Au eine echte „Isarau“ und die Auwälder ein beliebtes Jagdgebiet. Kaum eine andere Jagdart stand über Jahrhunderte hindurch so in Blüte, wie die Jagd mit dem Beizvogel. Höchste adelige und geistliche Kreise hielten die Jagd mit dem Falken, Habicht, Sperber oder Merlin für das edelste Vergnügen, hinter das sogar die Jagd auf den Hirsch zurücktrat.

Der ehemalige „Falkenhof“ stand in der Falkenstraße 36. Bis anno 1723 war er ein nur zur „Falkhonerie-Jagdlust“ bestimmter Bauernhof, der einem eigenen Aumeister unterstand. Im Spanischen Erbfolgekrieg verliert Max Emanuel (geb. 1662, gest. 1726) durch die Niederlage bei Höchstädt 1704 Bayern und auch seine Falknerei. Max Emanuel flieht nach Frankreich, und die Falknerei bekommt einen neuen Hausherrn: Kaiser Josef I. (geb. 1678, gest. 1711). Im Jahre 1714 kommt der Kurfürst Max Emanuel nach dem Frieden von Rastatt wieder nach München zurück. Die Falken, Eisvögel und die anderen wertvollen Vögel litten durch die Feuchtigkeit des Bodens so sehr, dass sie in großer Zahl zu Grunde gingen. Deshalb ließ Kurfürst Max Emanuel ein zweckmäßigeres Falkenhaus vor dem Neuhauser Tor neu erbauen und verkaufte den „Falkenhof“ samt den „Falkenauen“ an den Hofkammerrat Johann Georg von Messerer. Dieser erneuerte das Anwesen und eröffnete darin eine Tafernwirtschaft. Anno 1886 erwarb die „Pschorrbrauerei“ die Wirtschaft und errichtete im Jahr 1904 einen Neubau, der im Zweiten Weltkrieg durch Bombardierung zerstört wurde. Heute führt dieses italienische Restaurant den Namen „il falco“.



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