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Die Entwicklung des Auer Mühlbaches
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Unter den vielen Münchner Bächen und Flüsschen ist der „Auer Mühlbach“ einer der wildesten. Er müsste eigentlich abschnittsweise „Hellabrunner-“, „Giesinger-“ und erst später dann „Auer-Mühlbach“ heißen. Der Auer Mühlbach wird bei Flusskilometer 153,30 aus dem Werkkanal bzw. der Isar ausgeleitet und fließt unterhalb der Praterinsel bei Flusskilometer 146,60 in die Isar zurück. Es handelt sich um ein Gewässer III. Ordnung mit einem konstanten Abfluss von 10 Kubikmetern pro Sekunde. Unterhalb der Harlachinger Straße erhält er einen Zulauf vom Siebenbrunner Bächl, frühere Abzweige wie der Entenbach und der Auerfehlbach sind längst aufgelassen. Im Tierpark Hellabrunn wird vom Auer Mühlbach das Freibadbächl abgeleitet. |
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"Mühlbach in Giesing um 1850 - Ölbild" |
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Schon lange vor der Gründung Münchens nutzte man die Isar für den Mühlenbetrieb. Da der Fluss jedoch ständig seinen Lauf änderte, verwendete man nicht den unberechenbaren Hauptarm, sondern einen abgeleiteten Nebenarm, eben den „Auer Mühlbach“. An den Ufern des konstanten Wasserlaufs errichtete man Mühlen, deren älteste die - in Giesing gelegene und im Jahr 957 erstmals genannte - „Bäckermühle“ ist. Der „Auer Mühlbach“ lieferte neben der Antriebskraft für die Maschinen auch das Wasser für Färbereien und Gerbereien. Schon um das Jahr 1330 wurde auf der Höhe der „Marienklause“, unterhalb des rechten Isarsteilufers, das erste große „Isarwehr“ errichtet, um die Isar nach Westen zu zwingen. München brauchte das Wasser für die Floßfahrt, für die Mühlen und für die Wassergräben der neuen Stadtbefestigung. Eine angebrachte Schleuse regulierte zugleich den Zufluss zum „Auer Mühlbach“. |
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